Die 3 mythen über Produktivität

arbeiten aber es ist einer der Mythen

Wenn wir über Produktivität nachdenken, gibt es drei “Haupt Mythen”, die uns daran hindern, produktiv zu sein. Als ich davon erfuhr, war ich so überrascht, weil ich erkannte, dass ich mir diese Mythen jeden Tag selber einrede.

Früher habe ich Gitarre gespielt. Aber zu Hause habe ich nie Gitarre geübt, also habe ich keine Fortschritte gemacht. Natürlich habe ich nach einiger Zeit aufgehört, Gitarre zu spielen (irgendwann, nachdem meine Eltern gemerkt haben, dass es sich nicht lohnt, hahahah). Aber ich habe mir in dieser Zeit immer gesagt: Ich habe keine Zeit oder ich habe keine “Motivation”.
Lass mich dir sagen, nach der Recherche hat sich meine Perspektive verändert.

Dieser Artikel ist auch in Englisch verfügbar.

Die 3 Mythen:

1. Ich habe keine Zeit

Okay, das ist meine meistbenutzte Entschuldigung für absolut alles. Aber es gibt etwas, das mir klar geworden ist:

Unsere Zeit liegt vollständig in unserer Hand. Was immer wir tun, wir entscheiden uns aktiv dafür, diese Sache zu tun, und nicht die andere Sache. Wenn wir zum Beispiel uns was auf Youtube anschauen, haben wir uns aktiv dafür entschieden, es zu tun und nicht zu lernen.

Wir selber entscheiden uns dafür, uns die Zeit nicht zu nehmen.

Versuche diese Übung: Beobachte drei Tage lang alles, was du tust. Als ich das tat, wurde mir klar, wie viel Zeit ich jeden einzelnen Tag mit meinem Handy verschwendete.

Wir haben 24 Stunden am Tag, die meisten von uns schlafen etwa 7-8 Stunden. Wir haben also noch 16 Stunden übrig. Dann bin ich von 8 Uhr morgens bis 16 Uhr abends in der Schule, und ich habe immer noch 8 Stunden übrig.

Ich habe mir angesehen, was ich in diesen 8 Stunden tue. Viele von uns procrastinieren viel herum, schauen Netflix oder scrollen durch Instagram. Wenn man seine Freizeit nur 3 Tage lang verfolgt, stellt man fest, dass man tatsächlich viel Zeit hat.

Wenn du z.B täglich 2 Stunden auf Netflix bist, warum versuchst du nicht, diese auf 1 Stunde zu reduzieren, und eine Stunde lang kannst du alles tun, was du schon immer tun wolltest. Du kannst dir etwas neues beibringen, wie zum Beispiel eine neue Sprache, Skateboard fahren oder ein Instrument spielen lernen.

Die Frage ist: Was vermeidest du mit “Ich habe keine Zeit”?

2. Motivation ist ein Mythos

Wann immer wir etwas tun müssen oder wollen, fangen wir gewöhnlich mit einem Gedanken wie “Ich sollte jetzt studieren” an.

Und irgendwann wäre da (hoffentlich) die Aktion des Studierens. Man muss vom Gedanken zur Handlung kommen, und wir denken, dass dies durch Motivation geschieht. Motivation wäre der Mittelsmann zwischen dem Gedanken und der Handlung.

In diesem Fall wäre also die Motivation: “Ich habe jetzt Lust zu lernen”. Wenn du das denkst, wirst du wahrscheinlich lernen oder?

Wir denken, dass wir die Sache erst fühlen müssen, bevor wir sie tatsächlich tun.

Das traditionelle Procrastinieren besteht daraus, dass man den Gedanken bekommt und denkt, man müsse “fühlen”, dass man jetzt lernen kann. Aber wir haben alle Probleme, anzufangen.

In einer idealen Welt würden wir, wenn wir den Gedanken bekommen, sofort handeln.

Motivation ist nur ein Gefühl, und unsere Gefühlen als Wegweiser unseres Lebens zu folgen, ist im Grunde ein Rezept für eine Katastrophe.

Wenn man Disziplin hat, geht man vom Gedanken direkt zur Tat über.

Wir brauchen keine Motivation; wir brauchen nur den Gedanken und die Handlung, und durch Disziplin gelangt man vom Gedanken zur Handlung.

Scheiß auf die Motivation, alles, was man braucht, ist Disziplin.

Wenn wir etwas tun, das uns Spass macht, brauchen wir die Motivation nicht, zum Beispiel um Netflix zu schauen (weil wir es gerne tun).

Normalerweise brauchen wir nur Motivation, um Dinge zu tun, die kurzfristig schmerzhaft und langfristig nützlich sind, wie z.B. zu lernen.

Man sieht keine unmittelbaren Ergebnisse vom lernen, also braucht es “Motivation”, um zu lernen. Das Problem dabei ist, dass die Feedback-Schleife lang ist.

Wenn wir Erfolg haben, bringt das uns Motivation. Wenn man gelernt hat und dann das Thema versteht oder später in ein Gespräch mitreden kann, ist das ein Erfolg und macht Lust, mehr zu lernen.

Wie kann man das ändern: Die Aktion sollte mehr Spaß machen, so dass wir sie mit größerer Wahrscheinlichkeit durchführen werden.

Zum Beispiel: Wenn du lernst, kannst du tolle Musik hören oder deinen Lieblings Snack essen, so dass es dir mehr Spaß macht. . Oder du kannst auch mit anderen Leuten zusammen lernen, es ist vielleicht nicht so produktiv, aber es macht mehr Spaß, als wenn du alleine lehrst.

Denke darüber nach, wie du die Aktion angenehmer gestalten könntest.

Wir könnten auch das Nicht-Machen sehr viel schmerzhafter machen. Wenn wir nicht lernen, wird das Endergebnis eine schlechte Note sein, der Lehrer wird wütend oder du könntest von der Schule fliegen.

Ein guter Weg ist es, Geld auf das Spiel zu setzen. Aber wenn man darüber nachdenkt, dann will man eigentlich kein Geld auf das Spiel setzen, habe ich Recht? Das liegt daran, dass du eigentlich nicht lernen möchtest, und du wirst wahrscheinlich dein Geld verlieren, weil die Wahrscheinlichkeit hoch ist, dass du nicht lernen wirst.

Wir können die Feedback-Schleife verkürzen. Wir Menschen lieben kurze Feedbackschleifen, das sieht man besonders beim Sport. Wenn du im Basketball den Ball wirfst, kannst du es sofort sehen ob du ein Korb gemacht hast.

Frage dich selber: Was ist das Ziel, das ich erreichen möchte? Wie kann ich den Fortschritt angenehmer gestalten?
Wie kann ich die Ergebnisse wünschenswerter machen?

3. Multitasking als eine von den Mythen

Ich würde sagen, dass Multitasking einer der Mythen ist, weil unser Gehirn die besten Leistungen erbringt, wenn wir uns auf eine einzelne Sache konzentrieren.

Wir alle wollen in die Flow-Phase kommen, dann vergeht die Zeit wie im Flug, man fühlt und leistet sein Bestes.

Und wie kommt man in diesen Zustand? Wenn wir uns freiwillig einer Aufgabe widmen, die unsere ganze Aufmerksamkeit beansprucht, die gerade schwierig genug ist, um für uns interessant zu sein, aber nicht so schwierig, dass es sich frustrierend anfühlt.

Wir müssen Ablenkungen im Flow-Zustand vermeiden. Der Flow-Zustand ist auf unsere volle Aufmerksamkeit angewiesen, mit Ablenkungen wird man nie in den Flow-Zustand kommen. Wenn du dich im Flow-Zustand befinden, merkst du nicht, was um dich herum geschieht.

Das habe ich am häufigsten bei Prüfungen oder intensiven Studiensitzungen erlebt.

Habt du dich auch bei einer Prüfung schon mal so gefühlt? Wenn du so konzentriert bist, dass du nicht merkst, wann die Zeit fast vorbei ist?

Was ich damit sagen möchte, ist, dass man bei Multitasking nie in einen Flow-Zustand kommen kann und man kann nicht mit voller Aufmerksamkeit bei einer Aufgabe sein.

Frage dich selber:

Was ist eine Situation, wenn ich in meinem “Flow-Zustand” war?
Welche Umstände und Denkweisen haben dazu geführt?
Kann ich diese Bedingungen auch für andere Dinge herstellen, die ich tun muss/will?

Hier kannst du mehr über den Flow-Zustand lernen.

Ich hoffe, du hast heute etwas Neues gelernt und die letzten Frage des heutigen Tages ist: Hast du einen oder mehrere dieser Mythen im Alltag gebraucht?

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